EISLEBEN, NEUBAUTEN IM STADTZENTRUM

WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT

Das kommunale Unternehmen plant in der Poststraße und der Petristraße zwei ambitionierte Projekte.

VON JÖRG MÜLLER

EISLEBEN/. – Die Eisleber Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) plant zwei ambitionierte Neubauprojekte im Stadtzentrum. An der Poststraße sollen zwei Wohnhäuser mit Gewerbe und Praxen entstehen. In der Petristraße werden nach den 2012 eingeweihten „Petrihöfen. die „Petrihöfe 2“ gebaut. Das kommunale Unternehmen hatte dort zwei Ackerbürger-Häuser saniert und durch einen Neubau erweitert. Die „Petrihöfe 2“ werden unmittelbar daneben errichtet. Bei dem Projekt an der Poststraße arbeitet die Wobau mit der Enex Finanzpartner und Beteiligungsgesellschaft mbH zusammen. Diese 1996 in Rostock gegründete Firma bietet Finanzdienstleistungen und Projektenwicklung an. Das Grundstück an der Poststraße gehört zu einem Immobilien-Paket der Commerzbank, das die Enex erworben hat. „Wir möchten gern in Eisleben investieren“, sagt Enex-Geschäftsführer Sven Albrecht. Gemeinsam mit der Stadt, der Wobau und dem Büro Herbst Plan-Consult aus Halberstadt seien Ideen für eine Bebauung entwickelt worden.

 

Konkret geht es um den mit Betonplatten belegten Parkplatz und das Grundstück dahinter. Auf dem Areal des Parkplatzes ist der Bau eines würfelförmigen Gebäudes mit einem Innenhof geplant, so Wobau-Geschäftsführer Marc Reichardt. Das Grundstück dahinter soll mit einem langgestreckten Riegel bebaut werden.

„So etwas haben wir bisher nicht in unserem Portfolio.“ Marc Reichardt Wohnungsbaugesellschaft

Detaillierte Entwürfe liegen noch nicht vor. Auf jeden Fall, so Reichardt, gehe es um großzügige und hochwertige Wohnungen. Gedacht sei an Drei- bis Fünf-Raum-Wohnungen ab circa 70 bis mehr als 100 Quadratmeter Wohnfläche..,So etwas haben wir bisher nicht unserem Portfolio“, sagt der Geschäftsführer. „Wir sehen dafür Bedarf, gerade in der Innenstadt.“ Insgesamt sollen in den beiden Neubauten circa 30 bis 40 barrierefreie Wohnungen, jeweils mit Balkon oder Loggia, entstehen. „Die Grundrisse können flexibel gestaltet werden.“ Im Erdgeschoss seien Gewerbe- be-ziehungsweise Praxisflächen vor-gesehen. „Wir haben schon erste Anfragen von Interessenten“, so Planerin Anne Herbst. Laut Reinhardt sei eine Bauvoranfrage positiv vom Landbreis beantwortet worden. Im Herbst solle der Bauantrag eingereicht werden, so dass im Frühjahr der Bau beginnen könnte. Die Enex werde die Häuser „einzugsfertig“ errichten. Die Wobau vermietet die Objekte dann in Form eines Leasing-Modells. „Perspektivisch sollen die Häuser in unser Eigentum übergehen“, so Reichardt. In der Petristraße war der zweite Teil der Petrihöfe bereits seit längerem geplant. Allerdings hatte das Projekt wegen eines Streits über das Haus Petristraße 11 auf Eis gelegen. Das Landesverwaltungsamt hatte den Erhalt des denkmalgeschützten, aber völlig maroden Gebäudes gefordert. Die Wobau wiederum hatte die Sanierung aus Kostengründen abgelehnt. Nach einigem Hin und Her habe das Landesverwaltungsamt jetzt doch dem Abriss zugestimmt, freut sich Reichardt „Damit können wir die ursprüngliche Planung wieder anschieben.“ Er geht davon aus, dass nach dem Abriss zeitnah der Bau der „Petrihöfe 2“ beginnen könne. „Das wird eine gelungene Fortsetzung.“ Geplant wird der Neubau vom Architekturbüro Kirchner+Przyborowski aus Burg, das bereits die Petrihöfe entworfen und realisiert hatte.

Quelle Text:Mitteldeutsche Zeitung

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